Buch und Gedicht - Jakob Wampfler

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Vom Wirtshaus ins Bundeshaus
Ein Lebensbericht von Hakob Wampfler

Als Buch und als Höhrbuch auf CD erhältlich

Leseprobe aus ‚Vom Wirtshaus ins Bundeshaus' von Jakob Wampfler


Wir betraten eine alternative Spelunke, in der noch viele andere Gleichgesinnte anwesend waren. Meine Kollegen bestellten allesamt ein Bier oder genehmigten sich eine Flasche Wein. Da konnte und wollte ich natürlich nicht mehr zurückstehen. Wegen eines einzigen Glases Bier wird ja wohl nicht die ganze Welt untergehen! Und überhaupt: Ich hatte meine Sucht nun ja schon seit langer Zeit im Griff! - So jedenfalls dachte ich.
Aus dem einen Glas Bier wurde schließlich ein zweites, dann ein drittes, ein viertes, und letztlich waren es alles in allem gesehen fast drei Liter Bier, die ich an diesem Abend in mich hineingeschüttet hatte. Egal, ob ich es wahrhaben wollte oder nicht: Ich war nun ein Rückfälliger geworden.
Nach diesem einen Vollrausch blieb ich zwar wieder längere Zeit trocken. Als es dann aber Zeit wurde, mir im Anschluss an meine Ausbildung eine neue Arbeitsstelle zu suchen, da passierten eine ganze Anzahl weiterer solcher Abstürze. Sämtliche Bewerbungen, die ich schrieb, endeten mit Absagen. Ich verkraftete dies nicht mehr und nahm mir deshalb das Recht heraus, mich erneut etliche Male zu betrinken. Damit strafte ich aber nicht die anderen, sondern mich selber. Einmal mehr hatte mich der Geist der Lüge und des Selbstbetrugs eingeholt.

Meine Geschichte in Form eines Gedichts:

Tag u Nacht ging bsoffe
Jede Kampf vergäbe
Nimme chenne hoffe
Du verschisses Läbe
Da rüeft dä Maa vo Golgatha
Für Dich han ich doch mis Läbe glah
Du darfsch dä Dräck sofort la sii
I bi viil stercher als der Wii

Wii, das isch mis Fuetter
Schtendig d Fläsche offe
Tag u Nacht mi Muetter
Briegge bätte hoffe
Da rüeft dä Maa vo Golgatha
Wosch nid vo mier nüis Läbe ha
I wott Dier d Sünde all vergeh
Du muesch e kiner Droge neh

Tag u Nacht ging sueche
Tüfer i ds Verdärbe
Schpotte, suffe, flueche
Chennti nume schtärbe
Da rüeft dä Maa vo Golgatha
Wie lang wosch no im Söitrog schtah
Verbii di Tüfels-Schneggetenz
Dür Gottes Wort u Abschtinenz.

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Mein Gedicht
Komponiert und Gesungen von Marcel Bürgi


MiGschicht
Gesungen von Andrea Grimm

Mein Gedicht vertont und gesungen von Marcel Bürgi
MiGschicht<br />Jakobs Gedicht mit Melodie und gesungen von Andrea Grimm
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